Das Grundstück

Letzte Woche wurde die Vermessung der Grundstücke beantragt, es ist ja ein riesiges Baugebiet mit 28 Bauplätzen. Da es ja schon einen Bebauungsplan gibt, haben wir jetzt mal versucht, unseren Bauplatz auf dem Bayernviewer einzuzeichnen, denn morgen besuchen wir eine gute Freundin, die eine Koryphäe in Sachen Gartengestaltung und -bepflanzung ist.

Der dunklere Bereich ist der, auf dem Haus und Garagen stehen werden. Natürlich gibt es da die Mindestabstandsflächen, so dass vor dem Haus auch nochmal mindestens 4,5 m Garten sein werden.

Das Gute ist, wir haben kaum Bodenunebenheiten. 40 cm Höhenunterschied ist ja quasi nichts.

Als nächstes werden wir uns mal der Badezimmerplanung widmen. Wer übrigens den „finalen Plan“ noch vor Augen hat – es wird jetzt noch aus technischen Gründen der Badezimmer-Gäste-WC-Bereich mit dem Schlafzimmer getauscht, denn dann haben wir die kürzest möglichen Wasser- und Abwasserleitungen im Haus. Das hat finanzielle Vorteile beim Erstellen, aber auch, falls – wovor Gott bewahre – mal ein Wasserrohrbruch sein sollte, sind die Such- und die Anschließenden Reparturwege möglichst gering. Deswegen wird die Spüle der Küche nun auch nicht auf der Kochinsel sondern an der Wand zum Badezimmer Platz finden.

Der finale Plan

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Jedenfalls haben wir den Hausplan nochmals umgestellt. Und das kam so:

Auf Facebook sahen wir eine Einladung zum Tag der offenen Tür am 24.11.2018 von der Firma Feuer im Stein aus Schörfling am Attersee. Und zu sehen war auf der Facebookwerbung dieses Bild:

Haaaach – wie schön, eine richtige Liegekuscheleinmummelbank neben dem Ofen, das gefällt uns.

Und da diese Firma auch nur 17 km von der Manufaktur Gmundner Keramik entfernt ist, haben wir uns vorgenommen, am Samstag dorthin zu fahren. Wie unser Ausflug zur Gmundner Keramik war, könnt ihr auf Sabines Blog nachlesen.

Vorher aber haben wir schon gelesen, dass diese Öfen auch mit Backfach zu haben sind. Und dann hat Sabine über den bisherigen Plan nachgedacht. Bisher war ja vorgesehen, in der Küche einen Holzkochofen und in der Stube einen Kachelofen zu bauen. Aber sind wir mal ehrlich, wenn wir unter der Woche nach der Arbeit nach Hause kommen, hätten wir jedesmal die Entscheidung zu fällen, ob wir in der Küche oder in der Stube oder in beiden Öfen einschüren. Ist das praktikabel? Sabine kennt das von früher von ihrem Haus in der Oberpfalz, da war nämlich sowohl in der Küche als auch im Wohnzimmer jeweils ein separater Ofen. Und daher weiß sie aus eigener Erfahrung, dass man tatsächlich manchmal überlegt, ob man jetzt noch in der Küche nur wegen dem Abendessen oder noch im Wohnzimmer nur wegen dem bisschen fernsehen noch einschüren soll. Also haben wir entschieden, dass so ein Specksteinofen mit integriertem Backfach das richtige für uns ist und wir damit auch nur einen Ofen brauchen.

Tipp Nummer 1: Wenn Ihr ein Haus plant, schaut nicht nur, was schön aussieht, und was einem anspricht, sondern überlegt euch wirklich eure Lebensabläufe. Was mache ich wann und wie in dem Haus.

Ein Gespräch mit einem Ofenbauer über das Thema Specksteinofen oder Kachelofen führte zu dieser Aussage:

Das kommt darauf an. Wenn man nur Wärme mag und schöne Kacheln betrachten will, dem würde ich einen Warmluftkachelofen empfehlen. Wer das Feuer lodern sehen mag, ommt über einen offenen Kamin oder Schwedenofen oder Specksteinofen nicht herum.

Sabines Reaktion darauf: Schöne Kacheln kann ich mir auch im Bad ansehen. Und die Entscheidung für einen Specksteinofen führte dazu, dass wir das Haus nochmal umplanen mussten. Es gibt nun, um den Specksteinofen sowohl im Ess- als auch im Wohnbereich nutzen zu können, ein großes Küchen-Ess-Wohnzimmer. Das hat gleich mehrere Vorteile für uns, denn erstens haben wir nun doch nur eine Terrassentüre in der KÜche, die auf die Rückseite des Hauses führt. Das ist deswegen wichtig für uns, weil wir auf dieser Seite des Gebäudes unseren persönlichen Wellnessberich mit Jakuzzi einrichten möchten, also brauchen wir einen uneinsehbaren Zugang zum Garten. Gleichzeitig ist es von Vorteil aus unserer Sicht, nur einen weiteren Zugang neben der Haustüre zum Aussenbereich zu haben, denn das entspricht unserem Bedürfnis nach Sicherheit und Gemütlichkeit. Zusätzlich entzerrt die nun wegfallende Zimmertüre den Flur. Und in der Küche kommt nun doch eine Kochinsel, eine Idee, die Sabine auperordentlich gut gefällt. Hier ist er nun, der neue, finale Grundriss unseres Hauses:

Ich gebe zu, es gibt auch kritische Stimmen zu diesem Grundriss. Eine Freundin, die so einen Wohnbereich schon mal hatte, gibt zu bedenken, dass man im Wohnzimmer nicht in Ruhe sitzen kann, wenn jemand in der Küche werkelt. Und man hat die Geräusche der Spülmaschine im ganzen Wohnbereich und zusätzlich noch den Geruch des Essens überall. Da wir aber nicht geräuschempfindlich sind, uns nicht an Essensgeruch stören und die Spülmaschine sowieso im Idealfall morgens einschalten, um den Strom der Photovoltaik auszunutzen, wiegen aus unserer Sicht die Argumente weniger schwer als die Vorteile dieses Grundrisses.

Bei der Firma Feuer im Stein haben wir einen tollen Verkaufsraum mit mehreren richtig eingeschürten Öfen (da konnte Sabine nicht mehr zwischen Hitzewallung und „es ist einfach warm“ unterscheiden) und life gebackenen Kuchen und Stückchen erlebt.

Unter der Sitzbank läuft das Rauchrohr entlang, dadurch ist auch die Specksteinplatte auf der Sitzbank noch schön warm. Nun ratet mal, wofür wir uns entschieden haben?

Und eine Firma, die solche Kerzen aufgestellt hat, kann ja keine schlechte Firma sein:

Jetzt ist nur noch die Frage, ob wir den Küchen-Wohn-Ess-Bereich komplett fliesen lassen oder ob wir einen Holzboden wollen und darumherum dann Specksteinfliesen, wie auf diesem Bild

Tipp Nummer 2:Entscheidet euch unbedingt vor dem Baubeginn für einen Ofen, denn in unserem Fall beispielsweise können wir den Sockel für den Ofen gleich in passender Höhe (davon ist dann auch die Sitzbankhöhe abhängig) zusammen mit der Bodenplatte erstellen lassen. Zeitgleich mit uns befanden sich Leute mit in der Ausstellung, deren Baubeginn schon war und erst jetzt sind sie darauf gekommen, dass der ursrpünglich vorgesehene Schwedenofen doch nicht so gut ist und nun mussten sie sich eben schnell für einen Ofen entscheiden.

Wir haben uns übrigens für dieses Modell entschieden:

Und jetzt gehts auf zur Badausstellung, der Bereich muss ja auch noch geplant werden.

Am Anfang….

….steht meist ein Plan. Wir haben gleich mehrere Pläne, beispielsweise ist die Liste der Länder, die wir gern bereisen würden, ziemlich lang. Lang zieht sich allerdings auch schon ein anderes Thema durch Sepps Leben. Eigentlich zwei Themen – erstens der Bau eines Holzhauses. Und zweitens die Suche nach einer Frau, einer Partnerin, einer Gefährtin. Nun ja, den zweiten Punkt hat er dieses Jahr erfolgreich abgehakt. In Sabines Blog hat sie schon darüber berichtet, wie unser Zusammenziehen so plötzlich kam. Jedenfalls sind wir seit dieser Zeit nicht nur moralisch und inhaltlich zusammen sondern verbringen auch unsere Zeit außerhalb der Arbeitszeit miteinander. Und nun beginnt der Plan Holzhausbau in eine konkrete Phase zu gehen, denn Sepps Grundstück wird nun bald ein Baugrundstück sein. *

Darauf nun also ein Holzhaus, mit großer Wohnküche – unser großer Esstisch muss schließlich reinpassen- und mit großem Badezimmer wegen des Wohlfühlfaktors und mit einem Gäste-Näh-Büro-Hobby-Bügelzimmer und einem extra Raum als „gute Stube“. Alles natürlich ebenerdig, wegen Sepps Gehbehinderung und weil Sabine ja auch nicht jünger wird. Klingt im ersten Moment ganz einfach, stellte sich dann aber als schwierig heraus, weil auf diesem Grundstück die maximale Fläche auf 100 m² für das Wohngebäude beschränkt ist. Unser Architekt hatte erst die Idee eines großen Wintergartens für den Essbereich, da werden die Flächen anders berechnet, aber wir wollten gar keinen Wintergarten. Wer soll die Fenster davon putzen?

Mit viel Hirnschmalz von Sabine und Hin- und Herüberlegungen von uns beiden haben wir dann diesen Entwuf entwickelt.

Norden liegt in etwa an der Hausecke des Schlafzimmers. Gegenüber des Eingangs wird eine Tür zur Doppelgarage führen, in der auch die Technik untergebracht sein wird. Der Architekt hat die Pläne schon umgesetzt, aber weil ich nicht weiß, wie das mit dem Urheberrecht aussieht, stelle ich sie hier nicht ein.

 

Nun warten wir also darauf, dass die Grundstücke vermessen werden und die Verträge für die Erschließung geschlossen werden.

 

* Ach ja, der Vollständigkeit halber: seit 18 Jahren „basteln“ die Eigentümer dieser landwirtschaftlichen Nutzflächen daran, aus diesem Bereich Bauland zu machen.