Der finale Plan

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Jedenfalls haben wir den Hausplan nochmals umgestellt. Und das kam so:

Auf Facebook sahen wir eine Einladung zum Tag der offenen Tür am 24.11.2018 von der Firma Feuer im Stein aus Schörfling am Attersee. Und zu sehen war auf der Facebookwerbung dieses Bild:

Haaaach – wie schön, eine richtige Liegekuscheleinmummelbank neben dem Ofen, das gefällt uns.

Und da diese Firma auch nur 17 km von der Manufaktur Gmundner Keramik entfernt ist, haben wir uns vorgenommen, am Samstag dorthin zu fahren. Wie unser Ausflug zur Gmundner Keramik war, könnt ihr auf Sabines Blog nachlesen.

Vorher aber haben wir schon gelesen, dass diese Öfen auch mit Backfach zu haben sind. Und dann hat Sabine über den bisherigen Plan nachgedacht. Bisher war ja vorgesehen, in der Küche einen Holzkochofen und in der Stube einen Kachelofen zu bauen. Aber sind wir mal ehrlich, wenn wir unter der Woche nach der Arbeit nach Hause kommen, hätten wir jedesmal die Entscheidung zu fällen, ob wir in der Küche oder in der Stube oder in beiden Öfen einschüren. Ist das praktikabel? Sabine kennt das von früher von ihrem Haus in der Oberpfalz, da war nämlich sowohl in der Küche als auch im Wohnzimmer jeweils ein separater Ofen. Und daher weiß sie aus eigener Erfahrung, dass man tatsächlich manchmal überlegt, ob man jetzt noch in der Küche nur wegen dem Abendessen oder noch im Wohnzimmer nur wegen dem bisschen fernsehen noch einschüren soll. Also haben wir entschieden, dass so ein Specksteinofen mit integriertem Backfach das richtige für uns ist und wir damit auch nur einen Ofen brauchen.

Tipp Nummer 1: Wenn Ihr ein Haus plant, schaut nicht nur, was schön aussieht, und was einem anspricht, sondern überlegt euch wirklich eure Lebensabläufe. Was mache ich wann und wie in dem Haus.

Ein Gespräch mit einem Ofenbauer über das Thema Specksteinofen oder Kachelofen führte zu dieser Aussage:

Das kommt darauf an. Wenn man nur Wärme mag und schöne Kacheln betrachten will, dem würde ich einen Warmluftkachelofen empfehlen. Wer das Feuer lodern sehen mag, ommt über einen offenen Kamin oder Schwedenofen oder Specksteinofen nicht herum.

Sabines Reaktion darauf: Schöne Kacheln kann ich mir auch im Bad ansehen. Und die Entscheidung für einen Specksteinofen führte dazu, dass wir das Haus nochmal umplanen mussten. Es gibt nun, um den Specksteinofen sowohl im Ess- als auch im Wohnbereich nutzen zu können, ein großes Küchen-Ess-Wohnzimmer. Das hat gleich mehrere Vorteile für uns, denn erstens haben wir nun doch nur eine Terrassentüre in der KÜche, die auf die Rückseite des Hauses führt. Das ist deswegen wichtig für uns, weil wir auf dieser Seite des Gebäudes unseren persönlichen Wellnessberich mit Jakuzzi einrichten möchten, also brauchen wir einen uneinsehbaren Zugang zum Garten. Gleichzeitig ist es von Vorteil aus unserer Sicht, nur einen weiteren Zugang neben der Haustüre zum Aussenbereich zu haben, denn das entspricht unserem Bedürfnis nach Sicherheit und Gemütlichkeit. Zusätzlich entzerrt die nun wegfallende Zimmertüre den Flur. Und in der Küche kommt nun doch eine Kochinsel, eine Idee, die Sabine auperordentlich gut gefällt. Hier ist er nun, der neue, finale Grundriss unseres Hauses:

Ich gebe zu, es gibt auch kritische Stimmen zu diesem Grundriss. Eine Freundin, die so einen Wohnbereich schon mal hatte, gibt zu bedenken, dass man im Wohnzimmer nicht in Ruhe sitzen kann, wenn jemand in der Küche werkelt. Und man hat die Geräusche der Spülmaschine im ganzen Wohnbereich und zusätzlich noch den Geruch des Essens überall. Da wir aber nicht geräuschempfindlich sind, uns nicht an Essensgeruch stören und die Spülmaschine sowieso im Idealfall morgens einschalten, um den Strom der Photovoltaik auszunutzen, wiegen aus unserer Sicht die Argumente weniger schwer als die Vorteile dieses Grundrisses.

Bei der Firma Feuer im Stein haben wir einen tollen Verkaufsraum mit mehreren richtig eingeschürten Öfen (da konnte Sabine nicht mehr zwischen Hitzewallung und „es ist einfach warm“ unterscheiden) und life gebackenen Kuchen und Stückchen erlebt.

Unter der Sitzbank läuft das Rauchrohr entlang, dadurch ist auch die Specksteinplatte auf der Sitzbank noch schön warm. Nun ratet mal, wofür wir uns entschieden haben?

Und eine Firma, die solche Kerzen aufgestellt hat, kann ja keine schlechte Firma sein:

Jetzt ist nur noch die Frage, ob wir den Küchen-Wohn-Ess-Bereich komplett fliesen lassen oder ob wir einen Holzboden wollen und darumherum dann Specksteinfliesen, wie auf diesem Bild

Tipp Nummer 2:Entscheidet euch unbedingt vor dem Baubeginn für einen Ofen, denn in unserem Fall beispielsweise können wir den Sockel für den Ofen gleich in passender Höhe (davon ist dann auch die Sitzbankhöhe abhängig) zusammen mit der Bodenplatte erstellen lassen. Zeitgleich mit uns befanden sich Leute mit in der Ausstellung, deren Baubeginn schon war und erst jetzt sind sie darauf gekommen, dass der ursrpünglich vorgesehene Schwedenofen doch nicht so gut ist und nun mussten sie sich eben schnell für einen Ofen entscheiden.

Wir haben uns übrigens für dieses Modell entschieden:

Und jetzt gehts auf zur Badausstellung, der Bereich muss ja auch noch geplant werden.

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